ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Wettbewerbszentrale

Mehr als 300 Beschwerden wegen Gebühren beim Bezahlen

Weder beim Online-Shopping noch im Laden darf das Bezahlen mit Kreditkarte zusätzliche Kosten verursachen. Manche Händler berechnen dennoch eine Gebühr. Foto: Uli Deck FOTO: Uli Deck

Bad Homburg. Die Wettbewerbszentrale sieht in Einzelfällen noch Nachbesserungsbedarf beim Schutz von Verbrauchern vor zusätzlichen Entgelten beim Bezahlen im Handel.

Zwar habe die Mehrzahl der Unternehmen die seit einem Jahr geltenden verschärften gesetzlichen Regeln korrekt umgesetzt, bilanzierte Rechtsanwalt Peter Breun-Goerke von der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs. Es gebe aber „zu Detailfragen noch Klärungsbedarf, denen wir im Rahmen unserer Beschwerdestelle nachgehen“.

Der Gesetzgeber hatte einer gängigen Praxis einen Riegel vorgeschoben: Seit dem 13. Januar 2018 ist es Händlern online wie an der Ladenkasse untersagt, für die gängigsten Zahlungsmöglichkeiten Aufschläge zu verlangen. Diese waren etwa bei Reisebuchungen im Internet Usus: Für die Zahlung per Kreditkarte, Lastschrift oder Überweisung verlangten Anbieter dabei ein zusätzliches Entgelt.

Die Wettbewerbszentrale überwacht die Umsetzung der EU-Richtlinie in Deutschland auch mit Hilfe einer Beschwerdestelle. Dort können Verbraucher und Gewerbetreibende Fälle melden, in denen die Regeln nicht umgesetzt werden. Mehr als 300 Beschwerden gingen nach Angaben von Breun-Goerke im ersten Jahr ein. Sie kamen von Kunden von Fluggesellschaften, Telekommunikationsanbietern oder Online-Händlern.

top