ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
„Digitalisierungsmonitor“

Online-Funktion beim neuen Personalausweis kaum genutzt

Der elektronische Personalausweis soll das digitale Ausweisen gegenüber Behörden erleichtern. Doch viele Bürger, die den neuen Ausweis besitzen, machten davon bisher kaum Gebrauch. Foto: Ole Spata/dpa-tmnFOTO: Ole Spata

Berlin. Kaum ein Bürger in Deutschland nutzt den neuen Personalausweis für Behördendienste im Internet. Zwar haben rund zwei Drittel den Ausweis im Scheckkartenformat, doch nur fünf Prozent besitzen auch das erforderliche Lesegerät.

Nur rund die Hälfte davon hat ihn auch schon einmal für Verwaltungssachen genutzt. Das geht aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der FDP-Bundestagsfraktion hervor. Der „Digitalisierungsmonitor“ wurde in Berlin vorgestellt und soll künftig jährlich erscheinen.

Der neue Personalausweis wird seit 2010 ausgegeben. Auf einem Chip werden einige persönliche Daten, ein Foto und auf Wunsch auch Fingerabdrücke gespeichert. Mit Hilfe der persönlichen Angaben im Chip und einer PIN-Nummer kann man sich zum Beispiel gegenüber Behörden ausweisen und etwa seine Steuererklärung online einreichen, Bafög oder bestimmte Urkunden beantragen.

Dabei sind Online-Dienstleistungen von Behörden relativ populär. Mehr als die Hälfte der Internetnutzer hat solche Angebote schon einmal in Anspruch genommen. Viele Angebote wie Terminvereinbarungen oder die Online-Steuererklärung sind aber auch ohne den Personalausweis mit Chip nutzbar. Die meisten Menschen (44 Prozent), die keine Online-Behördenleistungen nutzen, sehen keinen Anlass oder Bedarf. 14 Prozent bevorzugen den persönlichen Kontakt, 12 Prozent bemängeln fehlende Angebote.

top