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Mehr Infos für Verbraucher

Supermarktketten starten einheitliches Tierhaltungs-Logo

Die Lebensmittelhändler Edeka, Rewe, Aldi und Lidl wollen ein einheitliches Siegel für die Kennzeichnung von Fleisch einführen. Foto: Julian Stratenschulte FOTO: Julian Stratenschulte

Bonn. Tierschutz beim Einkaufen soll einfacher werden. Die großen deutschen Supermarktketten wie Edeka, Rewe, Aldi und Lidl wollen ab 1. April ein einheitliches Siegel auf Verkaufsverpackungen einführen, um Verbraucher über Haltungsbedingungen der Schlachttiere zu informieren.

Die vom Handel vorgesehenen Packungsaufdrucke mit der Aufschrift „Haltungsform“ sollen künftig bei Aldi, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto Marken-Discount, Penny und Rewe zu finden sein - für Rinder- und Schweinefleisch sowie Geflügel. Das teilte die vom Lebensmittelhandel getragene Initiative Tierwohl mit. Viele der Handelsketten hatten in den vergangenen Monaten bereits mit eigenen Kennzeichnungssystemen in Sachen Tierhaltung begonnen. Doch war dies für Verbraucher wegen der Uneinheitlichkeit der Kennzeichnung teilweise verwirrend.

Das einheitliche System sieht nun vier Stufen vor: Die 1. Stufe „Stallhaltung“ entspricht lediglich den gesetzlichen Anforderungen. Fleisch, das mit der Stufe 2 „Stallhaltung plus“ gekennzeichnet ist, sichert Tieren unter anderem mindestens zehn Prozent mehr Platz und zusätzliches Beschäftigungsmaterial. Stufe 3 „Außenklima“ garantiert Tieren noch mehr Platz und Frischluft-Kontakt. Bei Stufe 4 „Premium“ haben sie außerdem Auslaufmöglichkeiten im Freien. Auch Biofleisch soll in diese Stufe eingeordnet werden.

Das Bundesagrarministerium begrüßte Initiativen des Handels für eine tiergerechtere Haltung - machte aber klar, dass die eigenen Pläne darüber hinausgehen sollen. Die staatliche Kennzeichnung solle „die gesamte Lebensspanne des Tiers“ in den Blick nehmen - also von der Geburt bis zur Schlachtung und nicht nur das Platzangebot oder den Bewegungsradius wie bei einer Haltungskennzeichnung. Vorgesehen sind drei Stufen - wobei aber die erste bereits deutlich über dem gesetzlichen Standard liegen soll. Die genauen Kriterien stehen noch nicht fest. Tierhalter sollen das Logo freiwillig nutzen können.

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