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Neues Register

Verpackungshersteller müssen sich an Recycling beteiligen

Hersteller und Vertreiber von Verpackungen müssen sich bis zum Ende des Jahres in das neue Register eintragen und damit die Kosten für die Wiederverwertung mitfinanzieren. Foto: Patrick PleulFOTO: Patrick Pleul

Berlin. Ein neues Register für alle Hersteller und Vertreiber von Verpackungen soll das Recycling-System in Deutschland stärken. Das Register sei online und werde bald auch für die Öffentlichkeit einsehbar, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) am Donnerstag in Berlin.

Wer Verpackungen herstellt oder in den Verkehr bringt - darunter auch Pappbecher für Kaffee, Tragetaschen oder Verpackungen im Versandhandel -, muss sich bis zu Ende des Jahres eintragen und damit auch Gebühren an eines der Dualen Systeme zahlen, die das Verpackungs-Recycling in Deutschland organisieren.

Eine solche Pflicht gab es bisher zwar auch schon - mangelnde Transparenz führte aber dazu, dass viele „systempflichtige“ Verpackungen in Umlauf kamen, ohne dass die Hersteller dafür eine Lizenzgebühr zahlten. Bisher seien bei den Wertstoffverpackungen rund ein Drittel nicht an der Finanzierung des Systems beteiligt, beim Papier sogar die Hälfte, sagte Gunda Rachut von der Zentrale Stelle, die von 2019 an das Recycling kontrolliert.

Für Verbraucher dürfte es keine Auswirkungen haben, dass künftig mehr Unternehmen für ihre Verpackungen Lizenzgebühren zahlen. Bisher koste das System verteilt auf alle Konsumanschaffungen jeden Verbraucher etwa 12,50 Euro pro Jahr, daher seien die Änderungen „nicht im merklichen Bereich“, sagte Rachut.

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