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Taschengeld und Abofalle

Was tun, wenn das Kind online bestellt?

Schnell geklickt: Kinder können im Internet oft leicht etwas einkaufen. Foto: Silvia Marks FOTO: Silvia Marks

Düsseldorf. Böse Überraschung: Auf dem Handy des 12-jährigen Sohnes ist ein teures Spielabo, der Paketbote bringt einen neuen Laptop für die minderjährige Tochter. Schlecht, wenn das nicht abgesprochen war und aus Sicht der Eltern viel zu teuer ist.

„Wenn Eltern davon erfahren, müssen sie sofort reagieren“, rät Horst Leis, Fachanwalt für IT-Recht, im Interview mit dem dpa-Themendienst. Meist lässt sich eine Lösung finden.

Lässt sich ein Online-Kauf des Kindes rückgängig machen?

Horst Leis: In den meisten Fällen. Kinder unter sieben Jahren sind geschäftsunfähig, sie können gar keine Verträge abschließen. Bei Kindern ab sieben Jahren müssen die Eltern zustimmen, damit ein Vertrag wirksam wird. Das heißt: Wenn das Kind etwas ohne Rücksprache kauft und Eltern sich darauf berufen, dass sie nicht zugestimmt haben, ist der Vertrag von Anfang an nichtig. Er muss nicht widerrufen oder angefochten werden.

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