ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Intensivkurs statt Pillen

Das Geschäft mit dem Schlaf

Rund um das Thema Schlaf hat sich eine Industrie etabliert, die nahezu alle Aspekte abdeckt. Foto: Patrick Pleul/Illustration FOTO: Patrick Pleul

Schwalmstadt. Baldrian für zehn Euro, spezielle Decken für 200 Euro oder die Luxusmatratze für 8000 Euro - wer bei Schlafproblemen im Internet Hilfe sucht, bekommt den Eindruck, dass eine erholsame Nacht nicht zum Nulltarif zu haben ist.

Rund um das Thema Schlaf hat sich eine Industrie etabliert, die nahezu alle Aspekte abdeckt: Programme vermessen die Nachtruhe, Nahrungsergänzungsmittel sollen beim Einschlafen helfen, physische Hilfsmittel die Schlafqualität verbessern.

Dass Schlaf kommerzialisiert wird, sieht auch Hans-Günter Weeß vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) mit Sitz in Nordhessen so: „Das fällt auch leicht, weil es keine ausreichenden Gesundheitsangebote für Menschen mit Schlafstörungen gibt“, sagt er. Das sei ein Armutszeugnis für das Gesundheitssystem. Weeß gilt als Experte in Sachen Schlaf. Er ist Leiter des interdisziplinären Schlafzentrums am Pfalzklinikum in Rheinland-Pfalz und Buchautor.

Nachtruhe

top