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Wohlgerüche

Der Duft des Sommers weckt und prägt Erinnerungen

Der Duft des Sommers kann vieles sein: der Geruch eines Schwimmbeckens, frisch gemähter Rasen oder aber Grillkohlenqualm im Garten. Foto: Wolfram Kastl/Illustration FOTO: Wolfram Kastl

Berlin. Für die einen ist es der Duft, der nach einem warmen Sommerregen vom Straßenasphalt aufsteigt und Petrichor genannt wird. Für den anderen ist es der Großstadt-Mix aus Deo und Schweiß in der U-Bahn.

Und für die nächsten ist es vielleicht sonnengebräunte Haut plus Sonnenmilch und Chlorgeruch, der vom Freibadbecken herüberzieht: So, ja genau so, riecht der Sommer.

„Für mich ist es vor allem der Geruch von frisch gemähtem Rasen, aber auch von heißem Teer, mit dem damals in unserem Dorf die Straßen geteert wurden“, erinnert sich Prof. Hanns Hatt an die Sommerdüfte seiner Kindheit am Tegernsee in Oberbayern.

Heute ist Hatt vielfach ausgezeichneter Zellphysiologe an der Ruhr-Universität in Bochum und einer der renommiertesten Geruchsforscher weltweit - und bestätigt: Das, was wir als Sommergeruch abspeichern, ist von unserem individuellen Erleben und unserer Lebensumgebung geprägt und tief in der unbewussten Erinnerung verwurzelt. Denn: Gerüche dringen sofort und ohne große Umwege in einen für Emotionen wichtigen Teil des Gehirns, das limbische System. Riechen wir sie wieder, kehren die Erinnerungen zurück.

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