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Deutsche Waldtage

Erholen und Entspannen im Kur- und Heilwald

Auch auf der Insel Usedom nahe Heringsdorf wurde ein Kur- und Heilwald gestaltet. Foto: Stefan SauerFOTO: Stefan Sauer

Schwerin. Das bundesweit erstmals in Mecklenburg-Vorpommern erprobte Konzept des Kur- und Heilwaldes stößt auch in anderen Bundesländern auf Interesse. „Die Zahl der Anfragen hat spürbar zugenommen“, erklärte der Chef der Landesforstverwaltung, Manfred Baum, zum Auftakt der Deutschen Waldtage in Berlin.

Baum war zu einer Fachtagung im Rahmen der Waldtage (13. bis 16. September) eingeladen worden, um über erste Erfahrungen mit den speziell für die therapeutische Nutzung gestalteten Naturräume zu informieren. Bei den ersten Deutschen Waldtagen stehen unter dem Motto „Wald bewegt“ Sport, Erholung und Gesundheit im Mittelpunkt.

„Der Wald ist ein Naturraum mit vielfältigen Funktionen. Nutzung und Schutz gut zu vereinbaren, ist unsere Aufgabe, Nachhaltigkeit dabei oberstes Gebot“, betonte Baum. So sei der Wald Lebensraum für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, liefere Holz, biete den Menschen Raum zur Erholung und werde nun auch gezielt für medizinische Zwecke genutzt.

Der erste Heilwald im Land war im Vorjahr auf der Urlauberinsel Usedom nahe Heringsdorf gestaltet worden, wo auch zahlreiche Kurgäste logieren. In dem etwa 50 Hektar großen, vorwiegend mit Buchen bestandenen Forstgebiet entstanden Bewegungsstationen und Ruheplätze. Genutzt werden sie für Menschen mit Atemwegs- sowie Herz- und Kreislaufbeschwerden sowie psychosomatische Erkrankungen wie Burnout oder Depressionen. Die Einrichtung des Kur- und Heilwaldes sei auf Anregung von Medizinern erfolgt, berichtete Baum, Ideengeber sei der Internist Horst Klinkmann gewesen, heute Ehrenpräsident des Kuratoriums Gesundheitswirtschaft.

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