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Für Menschen gefährlich

Erster Fall mit West-Nil-Virus bei deutschem Vogel

Von Stechmücken kann das West-Nil-Virus auf andere Wirte wie Pferde und den Menschen übertragen werden. Foto: Patrick PleulFOTO: Patrick Pleul

Halle. Nach dem Fund des gefährlichen West-Nil-Virus bei einem Vogel im Zoo von Halle/Saale wollen Experten dort Mücken sammeln. Dazu würden Fallen mit Lockstoffen aufgestellt, teilte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems mit.

Auf welchem Weg der Erreger den Bartkauz infizierte, wissen die Forscher bislang nicht. Allerdings gehen sie davon aus, dass auch hiesige Stechmücken-Arten das Virus übertragen können.

Angesichts des ersten Nachweises des Krankheitserregers bei einem Vogel in Deutschland steht das Robert Koch-Institut nach eigenen Angaben mit dem FLI, dem Gesundheitsamt in Halle und dem Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt in Kontakt.

„Untersuchungen von Zoo-Angestellten sind nach unserer Kenntnis aktuell nicht geplant“, sagte Klaus Stark vom RKI. „Wenn aber klinische Verdachtsfälle auftreten, müssen sie schnell abgeklärt werden.“ Generell müsse die Ärzteschaft in der Region Halle dafür sensibilisiert werden, Patienten mit Verdacht auf Enzephalitis oder Meningitis auf das Virus zu untersuchen.

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