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RUNDSCHAU-TELEFONFORUM ZUM THEMA „HERZ AUSSER TAKT“

Herzrasen: harmlos oder gefährlich?

Zahlreiche Ratschläge gaben die Experten des Sana-Herzzentrums in Cottbus den Lesern am Telefon: Dr. Sören Schenk, Dr. Marlitt Raschick, Dr. Axel Harnath sowie Andreas Terne (v.l.).FOTO: LR / Angelika Brinkop

COTTBUS. Die Fragen der RUNDSCHAU-Leser zum Thema beantworteten Experten des Sana-Herzzentrums in Cottbus.

Wenn das Herz allerdings komplett aus dem Rhythmus gerät, kann es sich um eine ernstzunehmende Herzrhythmusstörung handeln. Wenn das Herz nur hin und wieder mal zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig schlägt, muss nicht zwangsläufig eine Erkrankung dahinter stecken. Leben und Herzrhythmus gehören zusammen.

Da das Leben voller Bewegung ist, kann auch das Herz nicht wie ein Uhrwerk schlagen. Wenn wir uns freuen, wenn wir uns aufregen, schlägt es schneller, das wissen wir. Aber wir wissen auch, dass es Herzrhythmusstörungen gibt, die nicht nur lästig, sondern gefährlich sind. Die Grenze zwischen einem normalen Herzrhythmus und krankhaften, zum Teil auch lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen  ist oftmals fließend. Daher ist es sehr wichtig, dass Herzrhythmus-
störungen rechtzeitig erkannt und therapiert werden. Hinzu kommt, dass Herzrhythmusstörungen in vielen Fällen keine eigene Erkrankung darstellen, sondern meistens die Folge von Herzkrankheiten wie koronare Herzkrankheit oder Klappenfehler sind. Auch können andere Krankheiten wie zum Beispiel eine Schilddrüsenüberfunktion das Herz aus dem Takt bringen.

Doch nicht jedes Herzrasen hat eine ernsthafte Erkrankung als Ursache. Beginnen die Anfälle plötzlich, ohne jeden Anlass und lassen sie sich zum Beispiel durch das Trinken eines Glases Wasser beenden, stehen die Chancen gut, dass es sich um gutartiges Herzjagen handelt. Diese Form der Herzrhythmusstörung kann zwar für den Betroffenen sehr belastend sein, ist aber in den meisten Fällen heilbar. Rund drei Milliarden Mal schlägt das menschliche Herz im Lauf eines Lebens und versorg dabei unaufhörlich unseren ganzen Körper mit Blut. Das ist für alle Organe und Zellen lebensnotwendig.

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