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Bei Depressionen

Online-Therapien nicht ohne ärztlichen Rat nutzen

Vor Beginn einer Online-Therapie sollten sich unter Depressionen leidende Menschen immer erst mit ihrem Therapeuten absprechen. Foto: Victoria Bonn-Meuser/dpa FOTO: Victoria Bonn-Meuser

Berlin. Bei Depressionen versprechen verschiedene Online-Programme Hilfestellung. Betroffene sollten sie aber nicht nutzen, ohne sich vorher ärztlichen Rat geholt zu haben. Darauf weist die Fachgesellschaft DGPPN hin.

Eine korrekte Diagnose sei immer eine wichtige Grundlage, um psychische Erkrankungen effektiv zu behandeln. Programme zur Online-Psychotherapie bestünden oft aus mehreren Modulen und müssten vom Teilnehmer etwa ein- bis zweimal in der Woche bearbeitet werden.

Sie könnten zum Beispiel helfen, die Wartezeit auf einen Therapieplatz zu überbrücken oder als Begleitmaßnahme zu einer Therapie erfolgreich eingesetzt werden, erklärt die Medizinerin Iris Hauth, die im Vorstand der DGPPN sitzt. Die Wirksamkeit einzelner Programme sei bei leichten bis mittelschweren Depressionen auch nachgewiesen, ergänzt die Expertin.

Eine internetbasierte Verhaltenstherapie sollten indes nicht mit Präventionsapps zu Stressbewältigung oder für mehr Achtsamkeit im Alltag verwechselt werden - diese könnten zwar dazu beitragen, die psychische Gesundheit vorbeugend zu fördern. In dem Moment, in dem erste Symptome für eine Depression eintreten, sind sie allerdings unzureichend, erläutert die DGPPN.

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