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Umstrittene Methode

Prüfer kritisieren Intransparenz bei Vakuum-Wundtherapie

Bei der Wundbehandlung im Krankenhaus kommt oft die Vakuum-Methode zum Einsatz. Ob sie einen besseren Nutzen hat als andere Wundtherapien, ist laut Prüfinstitut aber offen. Foto: Felix KästleFOTO: Felix Kästle

Köln. Millionen Deutsche haben chronische Wunden. Wie sie am besten behandelt werden sollen, ist oft fraglich. Häufig eingesetzte Vakuum-Wundtherapien entziehen der Wunde Flüssigkeit und erzeugen damit einen Unterdruck, der gleichzeitig die Durchblutung fördern soll.

Ob Vakuum-Wundtherapien tatsächlich einen besseren Nutzen haben als andere Arten der Wundbehandlung, ist aber offen, sagen Experten des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) . Sie haben im Auftrag der Dachverbände der Krankenkassen, der Kliniken und Ärzte einen Vorbericht zur Bewertung der Therapiemethode erstellt. Es geht um die Frage, ob die Kosten für Vakuum-Wundtherapien künftig im ambulanten Bereich erstattet werden sollen. Derzeit werden sie vielfach bei Klinikaufenthalten eingesetzt.

Laut einer früheren Analyse vom Jahr 2006 war eine breite Anwendung der Methode nicht gerechtfertigt. Nun gibt es zwar deutlich mehr Studien - doch viele der Daten sind nicht veröffentlicht. „Damals wie heute sind Nutzen und Schaden der Methode unklar“, teilt das IQWiG zur Vorstellung des Berichts mit. Nicht nur Hersteller, sondern auch Wissenschaftler hielten Daten unter Verschluss.

Ohne wissenschaftliche Grundlage setzen Ärzte demnach die teils deutlich teureren Vakuumtherapien basierend auf womöglich trügerischen Erfahrungswerten ein, obwohl sie offenbar selber nicht immer so überzeugt sind - wie man anhand der großen Studienzahl sehen könne. „Wenn die Therapie so große Erfolge erzielen und Wunden nach ein paar Wochen verschließen könnte, würden Kliniker keine Studien machen“, sagt Stefan Sauerland, IQWiG-Ressortleiter Nichtmedikamentöse Verfahren.

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