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Einfach mal raus

Spaziergänge halten fit - auch im Kopf

Hauptsache raus: Der tägliche Spaziergang ist gesund für Körper und Geist - selbst wenn er nur zehn Minuten dauert. Foto: Christin Klose/dpa-tmn FOTO: Christin Klose

Wien. Eine Runde um den Block ist gesund für Körper und Geist. Vor allem Ältere sollten daher am besten täglich spazieren gehen - auch wenn es nur zehn Minuten sind. „Die schafft man eigentlich immer, auch wenn das Knie zwickt oder es regnet“, sagt die Medizinerin und Buchautorin Katharina Turecek.

„Es geht vor allem darum, die Tage wegzubekommen, an denen man sich gar nicht bewegt - die sind gefährlich.“ Denn die Forschung zeigt: „Wer rastet, der rostet“ ist mehr als nur ein Sprichwort. „Ausdauersport optimiert die Durchblutung im Gehirn, gleichzeitig werden aber auch Wachstumshormone ausgeschüttet und neue Nervenzellen gebildet“, erklärt Turecek. „Bewegung verbessert so kurzfristig die Aufmerksamkeit, aber auch langfristig die Merkfähigkeit.“ Umgekehrt kann Inaktivität dafür sorgen, dass die Merkfähigkeit abnimmt - vor allem im Alter.

Und warum dann spazieren gehen oder Fahrrad fahren - aber nicht zum Beispiel richtig joggen? „Grundsätzlich ist jeder Ausdauersport gut für das Gehirn, moderate Bewegung ist aber am besten“, sagt Turecek. „Denn wenn es in den Leistungsbereich geht, Richtung Marathon zum Beispiel, dann werden durch die Belastung auch wieder Stresshormone ausgeschüttet - das ist dann eher kontraproduktiv.“

Nach einer Studie aus den USA können Spaziergänge sogar bei der Demenzprävention helfen, erklärt die Expertin. Denn das Gehirn hat einen eingebauten Jungbrunnen, der neue Nervenzellen bilden kann. Das tut der aber nur, wenn er angeregt wird. „Das geht einmal durch Lernprozesse, aber eben auch durch Bewegung“, sagt Turecek.

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