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Feldversuch auf Fregatten

Vitamin C gegen Seekrankheit

Ein Lotsenversetzboot kämpft sich bei starkem Sturm durch die Elbe zwischen der Einfahrt zum Nord-Ostsee-Kanal und der Mündung in die Nordsee. Foto: Christian Charisius/dpa FOTO: Christian Charisius

Kiel/Neustadt. Bleich wie eine Wand und richtig übel: Wen während einer Schifffahrt die Seekrankheit erwischt, der leidet. Mancher fühlt sich nur bleiern und antriebslos, andere spucken sich die Seele aus dem Leib und würden am liebsten über Bord gehen.

Nicht nur Touristen sind betroffen, sondern auch echte Seebären.

Als Gegenmittel gibt es unter anderem sogenannte Antihistaminika - mit einem Haken. Viele Mittel können müde machen. Mit den vielen Aufgaben einer Schiffsbesatzung ist das nicht vereinbar. Eine mögliche Alternative: Vitamin C. Hinweise, dass dieses Symptome der Seekrankheit lindern kann, gibt es schön länger.

Im Herbst wollen Marine-Mediziner deshalb einen zweijährigen Versuch auf mehreren Fregatten mit Hunderten Soldaten starten, wie Andreas Koch vom Schifffahrtmedizinischen Institut der Marine erklärt. Einige Soldaten erhalten Kaugummis mit hochdosiertem Vitamin C, andere nicht. „Vitamin C senkt den Histaminspiegel im Körper“, erklärt Koch. Histamin ist ein Hormon, mit dem die Seekrankheit in Zusammenhang gebracht wird. Zuviel davon führt zu Übelkeit und Erbrechen.

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