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Instagram statt Sex?

Warum immer mehr Menschen in Freizeitstress geraten

Das Smartphone wird immer mehr zur dominierenden Freizeitaktivität - und verdrängt so sogar den Sex aus den Betten der Deutschen. Foto: Christophe Gateau FOTO: Christophe Gateau

Hamburg. Die Deutschen haben verlernt, ihre Freizeit zu genießen - und der Hauptgrund dafür ist das Smartphone: Das geht aus der repräsentativen Studie „Freizeit-Monitor 2019“ hervor, die die Stiftung für Zukunftsfragen nun veröffentlicht hat.

„Rein wissenschaftlich betrachtet ist das eine Katastrophe. Wir wollen uns mit Dingen beschäftigen, faulenzen, Freunde treffen (...) - aber wir schaffen es nicht, weil wir Angst haben, etwas zu verpassen oder die falschen Entscheidungen zu treffen“, sagte Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der repräsentativen Untersuchung. Freizeit werde immer mehr zur Stresszeit, so der 48-Jährige.

Sozialer Druck dank Instagram und Co.

Die sozialen Medien helfen dabei nur begrenzt, im Gegenteil: Die perfekten Bilder der Anderen auf Instagram und Co. würden viele unter Druck setzen. „Sie haben sogar Angst davor, dass andere mehr Spaß haben.“ Die Folge sei der Wunsch, aus allem nur das Beste herauszuholen. „Es gibt einen Trend zur Optimierung, der im ganzen Leben stattfindet. Auf der Arbeit, für den Körper und eben auch in der Freizeit.“ Das schaffe Stress, Freizeitstress.

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