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Wie von Sinnen

Was tun bei Panikattacken?

Bei immer wiederkehrenden Attacken kann nach Ausschluss körperlicher Ursachen eine psychologische Behandlung sinnvoll sein. Foto: Christin Klose/dpa-tmn FOTO: Christin Klose

Nienburg. Eine Panikattacke kommt von jetzt auf gleich. Sich dagegen wehren, irgendwie gegensteuern? Das funktioniert zumeist im ersten Moment nicht. „Es ist ein überfallartiger Zustand heftigster Angst“, erläutert Werner Weishaupt, Heilpraktiker für Psychotherapie in Nienburg.

Gefühle, Gedanken, der Körper - alles ist in Panik. Der Betroffene fühlt sich wie von Sinnen und ohne Kontrolle. Die Attacke geht mit heftigen Körperreaktionen wie Atemnot, Schwitzen, Herzrasen und Zittern einher. Dazu kommt oft das Gefühl, verrückt zu werden oder sogar sterben zu müssen. Wobei keines der beiden Szenarien eintritt.

„Eine Panikattacke dauert im Schnitt zehn Minuten bis eine halbe Stunde, nur in seltenen Fällen länger“, sagt Prof. Arno Deister. Er ist Chefarzt des Zentrums für Psychosoziale Medizin des Klinikums Itzehoe.

Oft können Betroffene den ersten Vorfall nicht zuordnen und suchen eine Notfallambulanz auf. „Eine einzelne Panikattacke ist in der Regel kein Grund zur Sorge“, sagt Prof. Manfred E. Beutel. Er ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Mainz.

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