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Knochenjobs für Azubis

Wie belastend darf die Ausbildung sein?

Arbeit muss sein - aber nicht im Übermaß: Vor allem für minderjährige Azubis gibt es strenge Regeln rund um die physische und psychische Belastung. Foto: Oliver Berg FOTO: Oliver Berg

Leipzig. Von der Kauffrau zum Mechaniker, im Einzelhandel oder auf der Baustelle: Keine Ausbildung gleicht der anderen. Die Belastungen, die auf angehende Azubis zukommen, sind ganz unterschiedlich. Und jede kann eine Überlastung werden.

Jeder dritte Azubi hat gesundheitliche Beschwerden

Wie groß das Problem ist, zeigt der Fehlzeiten-Report der AOK von 2015, für den die Krankenkasse den Gesundheitszustand von Azubis untersucht hatte: Jeder Dritte (33 Prozent) hat demnach häufig oder sogar immer gesundheitliche Beschwerden, Frauen deutlich häufiger als Männer. Häufigstes Symptom sind Müdigkeit und Erschöpfung, gefolgt von Kopf- und Rückenschmerzen und Verspannungen.

Mancher Lehrling hört da vielleicht den Satz: „Du bist doch jung, du hältst das aus.“ Doch das Gegenteil ist der Fall, sagt Manuel Michniok, Ausbildungsexperte der Gewerkschaft IG Metall. Junge Leute brauchen sogar besonderen Schutz - weil sie im wörtlichen wie im übertragenen Sinne noch wachsen müssen. „Wenn es in dieser Phase zu einem gesundheitlichen Schaden kommt, hat das eventuell Auswirkungen auf das ganze weitere Leben und die ganze berufliche Laufbahn.“

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