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Ganz ohne Kater

Alkoholfreie Biere sind immer mehr gefragt

Inzwischen gibt es in Deutschland rund 500 verschiedene alkoholfreie Biermarken. Im Vergleich zu herkömmlichem Bier enthalten sie etwa nur halb so viel Kalorien. Foto: Patrick Pleul FOTO: Patrick Pleul

Frankfurt/Main. Wer am Ende des vergangenen Jahrtausends in der Kneipe ein alkoholfreies Bier bestellte, wurde im besten Fall mitleidig angeschaut. Angst um den Führerschein, Schwangerschaft oder eine schlimme Krankheit: Wer auf ein „richtiges“ Bier verzichtete, brauchte dafür gute Gründe.

Die Gegenwart ist eine komplett andere: Der Durst der Deutschen auf herkömmliches Bier nimmt beständig ab, und für die Brauer sind die „bleifreien“ Sorten längst zum großen Hoffnungsträger geworden.

Die Nachfrage nach alkoholfreiem Bier habe selbst optimistische Prognosen übertroffen, jubelt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele. Mittlerweile gebe es in Deutschland rund 500 verschiedene alkoholfreie Marken - und der Marktanteil werde von jetzt 7 auf 10 Prozent steigen. Hilfreich ist dabei der im Vergleich zum herkömmlichen Bier nur rund halb so hohe Kaloriengehalt und das sportlich-gesunde Image .

Vor 40 Jahren konnte sich die Frankfurter Binding-Brauerei noch als einsamer Pionier fühlen, als sie ihr „Clausthaler“ auf den Markt brachte. In der DDR gab es bereits seit einigen Jahren ein „Autofahrerbier“ (Aubi) - schließlich galt für ostdeutsche Autofahrer eine strenge 0,0-Promille-Grenze. Auch im Westen hatte es bereits einige alkoholfreie Ableger herkömmlicher Biere gegeben, aber eine landesweit stark beworbene Biermarke ohne Alkohol war 1979 ein absolutes Novum.

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