ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Trotz Tierwohl-Debatte

Deutsche kaufen Fleisch am liebsten billig

Zwar sind viele Verbraucher bereit, für Fleisch mehr zu bezahlen, doch beim Einkauf siegt oft die Gewohnheit. Laut einer Umfrage greift die Mehrheit im Supermarkt zu Billigfleisch. Foto: Armin Weigel FOTO: Armin Weigel

Düsseldorf. In Umfragen geben sich die deutschen Verbraucher gerne als Tierschützer. Die meisten Konsumenten sind nach eigener Aussage bereit, deutlich mehr für Fleisch zu bezahlen, wenn dadurch den Schlachttieren bessere Haltungsbedingungen garantiert werden.

Doch die Sache hat einen Haken: Gekauft wird, was billig ist. Dabei ist die Debatte um Tierwohl groß. Die meisten Handelsketten und Discounter haben in den vergangenen Monaten bei Frischfleisch Packungsaufdrucke eingeführt, die auf den ersten Blick Aufschluss über die Umstände geben, unter denen die Schlachttiere aufwachsen. Den Verbrauchern soll damit mehr Wahlmöglichkeiten in Sachen Tierschutz gegeben werden.

Verbraucher sind bereit, mehr zu zahlen

Schließlich betonen die Bundesbürger immer wieder, wie wichtig ihnen das Tierwohl ist. Bei einer repräsentativen Umfrage für den „Ernährungsreport 2018“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums gab fast die Hälfte (47 Prozent) der Befragten an, sie seien „auf jeden Fall“ bereit, einen höheren Preis für Lebensmittel zu bezahlen, wenn dies den Tieren eine besser Haltung sichere. Weitere 43 Prozent zeigten sich geneigt, dafür tiefer in die Tasche zu greifen. Nur zwei Prozent der Befragten wollten dies auf keinen Fall tun.

top