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Das Bauchweh-Protokoll

Wenn Kinder Lebensmittel nicht vertragen

Schmeckt - aber bekommt es auch? Selbst kleine Kinder können schon Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln haben. Foto: Mascha Brichta FOTO: Mascha Brichta

Gießen/München. Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall: Wenn Erwachsene bestimmte Lebensmittel nicht vertragen, lassen sich Beschwerden leicht in Worte fassen. Kindern - und erst recht Babys - fehlen dafür noch die Möglichkeiten.

Doch Allergien auf Grundnahrungsmittel oder gar Zöliakie können schon Kleinkinder treffen, sagt die Ernährungsberaterin Imke Reese aus München. Treten Beschwerden häufiger auf, sollten Eltern deshalb so gut es geht protokollieren, was gegessen wird und welche Symptome danach auftreten. So können Experten möglicherweise Rückschlüsse auf Unverträglichkeiten ziehen, ohne dass aufwendigere Untersuchungen nötig sind - eine Darmspiegelung etwa.

Unverträglichkeiten schon bei Säuglingen

Unverträglichkeiten müssen sich nicht erst entwickeln. Auftreten können sie schon mit dem ersten Schluck Muttermilch, sagt Klaus-Peter Zimmer, Leiter der Allgemeinen Pädiatrie und Neonatologie am Universitätsklinikum Gießen. Manche Säuglinge haben zum Beispiel angeborene Enzymdefekte und vertragen deswegen keine Laktose. Einmal diagnostiziert, lässt sich jedoch Abhilfe schaffen, so Zimmer: „Es gibt für Kinder Milchnahrung mit bereits gespaltenem Milchzucker.“

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