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Genuss und Gewissen

Wie die Deutschen essen

Beim Kochen muss es für viele Deutsche schnell gehen. Ungesundes soll dennoch nicht auf den Teller. Foto: Peter Steffen FOTO: Peter Steffen

Berlin. Die meisten Deutschen stehen wenigstens ein paarmal in der Woche in der Küche am Herd, fast alle legen Wert auf gesundes Essen.

Die Essgewohnheiten zwischen Ost- und Westdeutschland unterscheiden sich teilweise deutlich - und Männer gehen öfter in Restaurants und Kantinen als Frauen. Das sind einige Ergebnisse des neuen Ernährungsreports „Deutschland, wie es isst“, den Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) in Berlin vorstellte.

Wie kompliziert es mit dem Essen ist, erfährt die Ministerin am eigenen Leib: Sie esse „sehr unregelmäßig“ und schaue, „was ich gerade kriege“, erzählte Klöckner, das liege an ihrem Job. Aber sie komme von einem Hof und wohne in der Nähe eines Dorfes, von da hole sie ihr Fleisch, Obst und Gemüse, wenn es möglich sei. Auch bei den Deutschen insgesamt muss es oft schnell gehen. Fast die Hälfte (48 Prozent) gibt an, dass es beim Essen auf einfache Zubereitung ankommt - aber 99 Prozent sagen auch: Hauptsache, es schmeckt.

Wenn man nach den Antworten der Forsa-Umfrage geht, müssten die Deutschen sehr gesund leben: 91 von 100 geben an, dass es bei der Ernährung auf die Gesundheit ankomme. 50 Prozent achten nach eigenen Angaben beim Einkaufen auf das Bio-Siegel. Dagegen lässt sich schneiden, dass fast die Hälfte der Frauen, sechs von zehn Männern und jedes siebte Kind in Deutschland übergewichtig sind. Der Bio-Anteil bei den Lebensmittel-Ausgaben lag 2017 unter 6 Prozent.

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