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Streikende Kontrolleure

BGH stärkt Passagierrechte bei Flugausfall

Startet der Flieger viel zu spät oder fällt ganz aus, weil das Sicherheitspersonal streikt, müssen Reisende nicht immer auf eine Entschädigung verzichten. Das zeigt ein Urteil des BGH. Foto: Bodo MarksFOTO: Bodo Marks

Karlsruhe. Passagieren, deren Flug wegen Streiks an den Sicherheitskontrollen ausfällt, kann eine Entschädigung von der Airline zustehen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschieden.

Grundsätzlich müssen die Fluggesellschaften ihren Kunden nur dann nichts zahlen, wenn sie auf die Ereignisse keinen Einfluss hatten und die Annullierung unumgänglich war. Das ist dem Urteil zufolge bei Streiks der Sicherheitsleute bei weitem nicht immer so (Az. X ZR 111/17).

Um welchen Fall ging es?

Geklagt hat ein Ehepaar, das am 9. Februar 2015 mit dem britischen Billigflieger Easyjet auf die Kanaren-Insel Lanzarote fliegen wollte. An dem Tag beeinträchtigten Warnstreiks des Sicherheitspersonals massiv den Betrieb am Hamburger Flughafen. Die Verbindung wurde deshalb gestrichen, die Maschine hob ohne Passagiere ab.

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