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Am Konsortium für den autonomen Frachtzug ist unter anderem der französische Zughersteller Alstom beteiligt, der im kommenden Jahr mit der Bahnsparte des deutschen Siemens-Konzerns fusionieren soll. Am regionalen Passagierzug ohne Lokführer arbeitet neben Bombardier auch der deutsche Automobilzulieferer Bosch mit. Hinzu kommen weitere Partner etwa aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz.

Für TGV-Hochgeschwindigkeitszüge plant die SNCF zunächst nur, Beschleunigungs- und Bremsvorgänge zu automatisieren. Der Lokführer bliebe dabei aber etwa für das Erkennen von Hindernissen zuständig.

Weltweit gibt es schon eine Reihe führerlose Bahnen, meist sind das aber geschlossene Systeme wie U-Bahnen und Flughafen-Pendelzüge. Eine autonome Eisenbahn ist komplexer. Die Züge müssen mit Sensoren und Computersystemen ausgestattet werden, die Hindernisse erkennen und darauf reagieren. „Wir werden den Zug intelligent machen“, sagte Carole Desnost, Innovationschefin der SNCF.

Auch in Deutschland wird über automatisierte Züge nachgedacht. Der damalige Bahnchef Rüdiger Grube hatte vor zwei Jahren damit gerechnet, dass spätestens 2023 in Teilen des Netzes vollautomatisch gefahren werden könne - was bei Experten und Gewerkschaften auf Skepsis stieß. In Hamburg soll 2021 die Pilotstrecke für die erste führerlose S-Bahn des Landes in Betrieb gehen, eine Kooperation der Hansestadt mit Siemens und der Deutschen Bahn. Für die Güterbahn-Tochter DB Cargo wurde in München eine vollautomatische Rangierlok getestet. Sie soll bis 2021 serienreif sein.

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