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In fünf Ländern

Gewerkschaften kündigen nächsten Streik bei Ryanair an

Gewerkschaften haben die Ryanair-Mitarbeiter in fünf Ländern für den 28. September zu Streiks aufgerufen. Foto: Marcel KuschFOTO: Marcel Kusch

Brüssel. Passagiere der Ryanair müssen mit weiteren Streiks bei Europas größtem Billigflieger rechnen. Nach dem Streik an den deutschen Basen haben nun Gewerkschaften für den 28. September zu Arbeitsniederlegungen in Spanien, Italien, Portugal, Belgien und den Niederlanden aufgerufen.

Pünktlich zum Auftakt der Herbstferien werde es zum größten Streik in der Geschichte des Unternehmens kommen, hieß es bei einer Pressekonferenz in Brüssel. In allen fünf Ländern wollen die Flugbegleiter streiken und in Italien zusätzlich die Piloten.

Die Gewerkschaften fordern laut der Nachrichtenagentur Belga die Anwendung des jeweils nationalen Arbeitsrechts, nicht nur des irischen. Ob sich andere Länder oder Pilotenvereinigungen anschließen, sei noch offen. Die Gewerkschaften kündigten zudem an, künftig jeden Monat zu streiken, wenn das Unternehmen nicht auf ihre Forderungen eingehe.

Ryanair widersprach den gewerkschaftlichen Ankündigungen eines „Reisechaos“. Die bisherigen Erfahrungen in diesem Sommer hätten gezeigt, dass die große Mehrheit des Personals auch bei Arbeitskämpfen zum Dienst erscheine. Auch am 28. September werde die überwiegende Mehrheit der mehr als 400.000 Passagiere befördert werden, sagte Marketingchef Kenny Jacobs. Das Datum ist in vielen deutschen Bundesländern der letzte Schultag vor den Herbstferien.

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