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Städtetrip

Hampstead Heath: Romantische Wildnis mitten in London

In dem Wald- und Wiesengebiet haben Besucher nicht mehr das Gefühl, in einer Großstadt zu sein. Foto: Christoph DriessenFOTO: Christoph Driessen

London. Mein Kater Jacob ist viel zu früh verstorben, aber zumindest hat er ein denkbar schönes Grab. Er ruht auf Preacher's Hill am südlichen Rand von Hampstead Heath in London.

Ein Ort, der keinesfalls als Katzenfriedhof vorgesehen ist. Aber es war damals ein regnerischer Dezembertag, das Begräbnis ging ohne Zeugen vonstatten.

In Hampstead hat man das Beste zweier Welten: Man ist nur vier U-Bahn-Stationen von Piccadilly Circus entfernt und fühlt sich doch wie auf dem Land. Das liegt am Village-Charakter, an den verträumten Häusern und verwinkelten Gassen und eben am Heath, dem Wald- und Wiesengebiet auf einer Anhöhe hoch über der Stadt.

Der höchste Punkt heißt Parliament Hill. Darunter erstreckt sich die gesamte Innenstadt, von Big Ben im Westen bis zu den Hochhäusern von Canary Wharf im Osten. London erscheint zum Greifen nah, und doch so unwirklich wie eine Fata Morgana - man selbst steht in kniehohem Gras. Der Heath wirkt wie eine Wildnis, die wegen eines glücklichen Zufalls mitten in der bald Neun-Millionen-Metropole überlebt hat.

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