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Alles nur noch digital

Stirbt die Tourist-Information aus?

Die Reiseplanung läuft heute auch unterwegs viel über mobile Geräte - doch es sieht nicht so aus, als würde dadurch die Tourist-Info überflüssig. Foto: Lisa DucretFOTO: Lisa Ducret

Ravensburg. Wo sollen wir abends essen? Das ist wohl eine der häufigsten Fragen während des Urlaubs. Die Antwort gibt es heutzutage meist online. Mit ein paar Klicks lässt sich ein passendes Lokal finden.

Google Maps, Blogs, Tripadvisor, Bestenlisten und Rankings: Das Internet liefert Tipps für Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Ausflüge. Alles digital? Nicht ganz. Es gibt sie weiterhin: die Touristen-Information vor Ort. Wer geht da noch hin?

Eine Antwort hat Katja Möthe. Sie ist Leiterin der Tourist-Info in Ravensburg - 17 Kilometer vom Bodensee entfernt, 3,3 Millionen Tagesgäste pro Jahr. Was Besucher herlockt, sind Steine und Spiele: die gut erhaltende Altstadt und das Weltunternehmen Ravensburger, bekannt für seine Puzzles, Memory und Co. Möthe sagt: „Viele Tourist-Infos sehen noch aus wie Amtsstuben. Das ist schrecklich und passt nicht zum Thema Urlaub.“

In Ravensburg hat sich viel getan. Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, aus der Tourist-Info einen „Erlebnisraum“ zu machen, wie Möthe sagt. Die Gestaltung ist modern. Ein hallenartiger Raum, Terrazzo-Boden, gute Beleuchtung. Auf einer riesigen Glaswand ist die gesamte Region abgebildet. Dafür gibt es keine reine Prospektwand mehr, nur noch ein Drittel des Materials liegt aus. Monitore zeigen auf: Was wird an diesem Tag angeboten?

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