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Alles, bloß nicht Venedig

Wenn Touristen die Städte stürmen

Der Luxus-Liner „MSC Divina“ fährt am Markusplatz vorbei. Foto: Andrea Merola/ANSA FOTO: Andrea Merola

Rom. Venedig ist längst kein Vorbild mehr. Auf der Rialto-Brücke, vor dem Dogenpalast oder dem Markusdom wimmelt es nur so vor Touristen. Und das umso mehr, je wärmer die Sonnenstrahlen werden.

„Niemand will so wie Venedig sein“, betitelte zuletzt das spanische Portal „El Confidencial“ einen Artikel zum Problem des Massentourismus. In der beliebten Lagunenstadt wird sich bald etwas ändern: Tagestouristen müssen Eintritt bezahlen. „Das ist eine Maßnahme, die es in keinem anderen Teil der Welt gibt“, sagte Bürgermeister Luigi Brugnaro in Rom.

Ein genaues Datum gibt es noch nicht - doch wenn es nach Brugnaro geht, soll es noch vor dem Sommer soweit sein: Wer keine Unterkunft in Venedig gebucht hat, soll in diesem Jahr zunächst drei Euro bezahlen. Ab 2020 soll der Betrag dann auf sechs Euro steigen. Je nach Saison und Besucherandrang kann der Beitrag allerdings auch gesenkt oder weiter angehoben werden: In ruhigen Zeiten würden drei Euro fällig, bei stärkerem Andrang acht Euro, in „außergewöhnlichen“ Situationen sogar zehn Euro. Ausgenommen von der Zahlung sind Hotelgäste, die ohnehin eine Ortstaxe zahlen.

Für ein paar Euro mehr

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