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Stiftung Warentest:

Jedes vierte Produkt für Kinder mangelhaft

Katarina Barley (SPD), Bundesjustizministerin, und Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest, halten vor einer Pressekonferenz der Stiftung Warentest zur „Sicherheit von Kinderprodukten“ Produkte in der Hand, die bei Tests besonders negativ auffielen. FOTO: dpa / Christoph Soeder

Berlin. Für Spielzeug und andere Kinderprodukte geben die Deutschen jedes Jahr Milliarden aus – und holen sich nach Untersuchungen oft Gefahren ins Haus. Das hat auch mit der Fülle des Angebots zu tun.

(dpa/fh) Von Buntstiften über Spielschleim bis zu Laufrädern: Produkte für Kinder sind aus Sicht der Stiftung Warentest besonders häufig mangelhaft. Von 278 Produkten stellten die Prüfer bei 79 schwerwiegende Sicherheitsprobleme fest, wie Vorstand Hubertus Primus am Donnerstag sagte. „Sie bergen Unfallgefahren, sind schadstoffbelastet oder versagen bei der Datensicherheit.“ Bei Kinderprodukten fallen demnach 28 Prozent in den Warentest-Laboren durch, im Durchschnitt aller Produkte seien es nur sieben Prozent.

„Die Ergebnisse sind erschreckend“, sagte Verbraucherschutzministerin Katarina Barley (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist die Verbrauchergruppe, die am verletzlichsten ist.“ Eine europäische Richtlinie gewähre zwar einen guten Schutz für Spielzeug, das reiche aber nicht, sagte Barley. Denn Kindersitze oder Tinte fallen nicht darunter. „Alle Produkte, mit denen Kinder in Kontakt kommen, müssen besser geschützt werden“, forderte die Ministerin.

Kontrollen seien jedoch nur in Stichproben möglich. „Gerade bei Kinderprodukten haben wir eine so große Zahl an Neuerscheinungen jedes Jahr, das ist flächendeckend überhaupt nicht zu kontrollieren.“

(dpa)
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