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Keine Eile bei schnellem Netz

CES: Die 5G-Revolution lässt noch auf sich warten

Der Chiphersteller Qualcomm preist auf der CES seine 5G-Datenmodem-Chips als das Fundament für das „wahre 5G“ an. Seine 5G-Technologie werde in diesem Jahr in rund 30 Geräten auftauchen. Foto: Christoph Dernbach FOTO: Christoph Dernbach

Las Vegas. Clayton Harris aus Houston in Texas hatte von seinem Internet-Anbieter die Nase voll. Der Dienst des Kabel-Providers Comcast lieferte nicht die gewünschte Geschwindigkeit, die er für seinen Heimarbeitsplatz als Ingenieur und sein vernetztes Zuhause ständig benötigt.

Durch einen Zufall bot sich Harris eine Alternative: Der US-Mobilfunker Verizon suchte für einen Feldversuch nach Kunden, die die fünfte Mobilfunkgeneration 5G ausprobieren wollen. Vor drei Monaten wurde der 5G-Router im Haus von Harris in den Houston Heights in Betrieb genommen, Harris wurde damit der erste kommerzielle 5G-Kunde in den USA.

Bis zu 1,3 Gigabit pro Sekunde

Auf der Elektronikmesse CES berichtete Harris nun beim Keynote-Vortrag von Verizon-Chef Hans Vestberg von seinen ersten 5G-Erfahrungen. „Mir ist vor allem die Zuverlässigkeit des Dienstes wichtig, weil ich von zu Hause aus arbeite“, sagte er über eine knackig scharfe Videokonferenz-Schaltung. „Und es ist ziemlich schnell.“ Um das Publikum auf der CES zu überzeugen, startete Harris einen Geschwindigkeitstest. „690 Megabit pro Sekunde“, stand schließlich auf dem Monitor. „Ich erreiche manchmal auch Werte bis zu 1,3 Gigabit/s“. Das ist zwar deutlich weniger als die theoretisch möglichen zehn Gigabit/s (10 000 Megabit/s), aber viel schneller als die bisherige Kabelverbindung. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Internet-Anschluss in Deutschland kommt auf knapp 12 Megabit/s.

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