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Massage, Laser und Laufband

Tierphysiotherapeuten helfen Hund&Katz

Aktuell wird Rosi nur vorbeugend mit Physiotherapie behandelt, was im Münchner Zentrum ungefähr 80 Euro pro einstündiger Einheit kostet. Foto: Sven Hoppe FOTO: Sven Hoppe

München. Auf den ersten Blick ähnelt der Raum einer normalen Praxis für Physiotherapie: Auf dem Boden liegt eine Gymnastikmatte, daneben bunte Bälle in verschiedenen Größen und Formen, zwei Wackelbretter, in der Ecke ein Laufband.

Doch neben den Gerätschaften liegen hier Leckerli parat, im Gang duftet es nach Stroh, und aus den Nachbarräumen hört man Hunde bellen und Katzen miauen. Sie sind die Patienten, für die dieser Raum in München geschaffen wurde. In einem deutschlandweit einzigartigen Pilotprojekt werden sie mit allen Möglichkeiten der Tierphysiotherapie behandelt - und damit ganz ähnlich wie ein kranker oder verletzter Mensch.

Skandinavien und USA schon weiter - Deutschland hinten dran

In vielen Bereichen hat die Tiermedizin inzwischen den Standard der Humanmedizin erreicht. Bei der Physiotherapie hinken die Fachleute in Deutschland jedoch hinterher. „Das ist eine relativ junge Spezialisierung“, berichtet Tierärztin und Tierphysiotherapeutin Barbara Esteve Ratsch vom Zentrum für Tiermobilität der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München. In den USA, Skandinavien oder den Niederlanden sei man da schon viel weiter, auch in Portugal, Spanien und Italien sei die Behandlung durch Tierphysiotherapeuten wesentlich verbreiteter als hierzulande.

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