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Kino aus Russland

Filmtrip in den Punk-Rock-Untergrund

Wiktor (Teo Yoo, l.) und Mike  (Roman Bilyk) wollen nicht „nur spielen“. FOTO: Hype Film Kinovista

Cottbus. Die Reihe „Russkiy Den“ präsentiert „Leto“ des unter Hausarrest stehenden Regisseurs Kirill Serebrennikow.

Dieser Film nimmt den Zuschauer mit auf einen alkoholschwangeren Trip in die Welt der 80er-Jahre. Ein Universum mit Sprengkraft, zumal Regisseur Kirill Serebrennikow sein Publikum mit dem Musikmärchen „Leto“, Sommer, in den Punk-Untergrund der Sowjetunion versetzt. Eine gefährliche Zeit. Nicht nur für die jungen Wilden, die unter Beobachtung der Funktionäre in den Rockklubs Sankt Petersburgs nur mit List spielen dürfen.

Dabei umrankt diese Produktion eine Leichtigkeit und Nostalgie unter der Patina des Schwarz-Weiß-Films, die so gar nicht zu den  Produktionsbedingungen passen mag. Regisseur Serebrennikow musste unter der Last des Vorwurfs der Veruntreuung von Millionen Euro an dem Projekt arbeiten. Sechs Tage vor Ende der Dreharbeiten in Sankt Petersburg wurde er festgenommen. Unter Hausarrest und mit dem Mobiltelefon als einzige Verbindung zu seinem Team schnitt er die Szenen zu der außergewöhnlich verspielten Produktion.

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