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Filmfestival Cottbus

In karelischen Wäldern

Der Film „The Eternal Road“ erzählt eine Geschichte um Hoffnung, Utopie und den Schrecken der stalinistischen Diktatur.FOTO: Eyewell

Cottbus. Antti-Jussi Annila erzählt in „The Eternal Road“ ein lange verschwiegenes, finnisches Trauma. Großes Kino, unnachgiebig erzählt.

Finnland 1931: Die Sommeridylle auf dem Hof von Jussi Ketola (Tommy Korpela) wird abrupt gestört. Männer in Anzügen beobachten – gut sichtbar für die Familie Ketola – das Bauernhaus. Die bedrohliche Musik verdeutlicht: Hier wird nichts Gutes geschehen. Mit dieser Eingangsszenerie startet „The Eternal Road“ von Antti-Jussi Annila in eine Geschichte um Hoffnung, Utopie und den Schrecken der stalinistischen Diktatur vor dem Zweiten Weltkrieg.

Kurze Zeit später wird Jussi in der Nacht von finnischen Nationalisten entführt, die ihn für einen Kommunisten halten, und soll in einem Wald an der Grenze zur Sowjetunion ermordet werden. Angeschossen gelingt ihm die Flucht über die Grenze. Dort pflegt man ihn zwar gesund, lässt ihn jedoch nicht zu seiner Familie nach Finnland zurückkehren. Er trifft auf Kallonen (Hannu-Pekka Björkman), einen ehemaligen finnischen Polizisten, der nun für die sowjetische Lokalregierung immigrierende Finnen, von denen es Anfang der 1930er Jahre Tausende gab, überwacht, erpresst und schließlich ermorden lässt. Jussi soll eine kleine Kolchose „Hopea“ überwachen, die von amerikanischen, kanadischen und finnischen Immigranten gegründet wurde. Seine erfolglosen Fluchtversuche ziehen Konsequenzen die Bauerngemeinschaft nach sich, sodass Jussi sich schließlich in sein Schicksal fügt. Er bleibt in Hopea, gründet mit der Witwe Sara (Sidse Babett Knudsen) eine Familie und nimmt bald einen wichtigen Platz in der Gemeinschaft ein.

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