ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Lausitzer Geschichte

Der Dreißigjährige Krieg in der Lausitz: Schwedentrunk und Schwarze Frau

400 Jahre ist es her, dass der Dreißigjährige Krieg seinen Anfang nahm. In der Lausitz hat er Spuren hinterlassen, die zum Teil bis heute sichtbar sind. Not und Elend waren die Folge einer Auseinandersetzung um Macht, Glauben und Geld.

Was historisch überliefert ist: Nach dem Kriegsbeginn 1618 blieb die Lausitz zunächst von den Auswirkungen noch weitgehend verschont. Das änderte sich 1626, als der kaiserliche General Albrecht von Wallenstein mit seinen Söldner nach Cottbus kam. Die Stadtchronik weiß zu berichten: „Am 3. August 1626 zogen etwa 40 000 Mann unter dem Befehl des General Wallensteins in Cottbus und in der Umgebung ein. Während ihres zweitägigen Aufenthaltes richteten sie in der Stadt und den Dörfern großen Schaden an. Wallenstein selbst nahm Quartier auf dem hiesigen Schloss.“

 In der Folge erlebt die Stadt wie nahezu die gesamte Lausitz Durchzüge von Armeen und Söldnern. Die eigentlichen Grausamkeiten des Krieges hätten sich nicht in den Schlachten sondern zwischen Soldaten und Bauern abgespielt, wenn geplündert, vergewaltigt und gefoltert worden sei, erläutert der Berliner Historiker Herfried Münkler. Mehr zum Zusammenhang von Kriegs-Finanzierung und dem Leid der Lausitzer Bauern erfahren Sie im heutigen Video zur Serie.

Durchziehende Söldner, hier dargestellt bei einem Historienspektakel an der Festung Königstein, waren das größte Problem für die Lausitzer während des Dreißigjährigen Krieges. FOTO: Matthias Hiekel
top