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Bei der Sendetechnik knüpften die Nationalsozialisten an die bereits bestehenden Strukturen der Weimarer Republik an und bauten diese aus. Neben den bereits bestehenden Deutschlandsendern I und II bei Königs Wusterhausen wurde ein weiterer, noch größerer, noch leistungsstärkerer Langwellensender errichtet. Die Pläne, die zunächst einen Standort in Brück bei Potsdam vorsahen, wurden auf Wunsch Goebbels geändert. Mitten im Deutschen Reich sollte der neue Sender stehe. Und diese Mitte lag, nach Berechnungen aus der Kaiserzeit vor dem Ersten Weltkrieg, bei Herzberg.

Also setzte ab 1934 ein großer Baubetrieb ein. Wo man bisher vor allem landwirtschaftliche Strukturen vorfand, rückten Baufirmen mit modernster Technik ein. Lokale Betriebe, Hotels und Pensionen rieben sich die Hände. Ein Heer von Bauarbeitern wurde benötigt, um das Wunderwerk der modernen Technik zu errichten. Täglich fuhren Busse zum Anhalter Bahnhof nach Berlin, Fuhrunternehmen und lokale Arbeitskräften sorgten zusätzlich dafür, dass die Region von dem Bauvorhaben profitierte.

Zwei Hauptgebäude wurden errichtet, ein Bahnanschluss und natürlich der Sendemast, das eigentliche Herzstück der Anlage. 337 Meter ragte die Riesenantenne in die Höhe. Auf 325 Metern Höhe trug der Gittermast eine sogenannte Dachkapazitätslinse von 25 Metern Durchmesser. Stahlseile wurden vom Mast in alle Richtungen gespannt. Die meterhohen Betonfüße, an denen sie befestigt wurden, sind noch heute in Herzberg zu sehen.

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