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Weltgeschichte geschrieben in Guteborn

Die letzte Prinzessin und der Sachsenkönig

Eine historische Aufnahme von Schloss Guteborn. König August III. von Sachsen hat hier während der Novemberrevolution seinen Thronverzicht erklärt. Das Herrschaftshaus hatte den Zweiten Weltkrieg schadlos überstanden. Zwei Jahre später wurde es auf Anweisung des Hoyerswerdaer Landrates gesprengt. FOTO: Privat

Guteborn. Auf Schloss Guteborn hat König Friedrich August III. von Sachsen seinen Thronverzicht erklärt. Die Schlossherrin gewährte dem letzten sächsischen Monarchen in schwerer Zeit ihre Hilfe und Gastfreundschaft – und ist auch deshalb unvergessen.

Sachsens letztem König, Friedrich August III., werden viele legendäre Zitate zugeschrieben. Eines hat der Volksmund dem Monarchen, der hemmungslos sächselte, aber angedichtet. Das hat Pauline Prinzessin von Schönburg-Waldenburg (geb. Prinzessin zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg), die letzte Schlossherrin zu Guteborn, bis zu ihrem Tode eisern betont. Das Grab der als liebenswert und sehr sozial in Erinnerung gebliebenen Prinzessin ist eine Pilgerstätte – vor allem für Sachsen aus Dresden.

Auf Schloss Guteborn in der Oberlausitz ist Weltgeschichte geschrieben worden. Aber mit dem Satz „Macht doch Eiern Drägg alleene“ (Macht doch euern Dreck alleine), wie oft und gern zitiert, hat der Sachsenkönig im November 1918 den Thron nicht kampflos den Arbeiter- und Soldatenräten aus Dresden überlassen, die ihm in Guteborn die Abdankungspapiere abforderten.

König Friedrich August III. von Sachsen ist der letzte Herrscher des Fürstenhauses der Wettiner. FOTO: privat
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