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Geschichte

Die Wannsee-Konferenz

Besucher des Hauses der Wannsee-Konferenz in Berlin betrachten in dem Ausstellungsraum, in dem die Wannsee-Konferenz im Januar 1942 stattfand.FOTO: dpa / Stephanie Pilick

Berlin. In einer am Berliner Wannsee gelegenen Villa treffen sich am 20. Januar 1942 die Staatssekretäre der wichtigsten Reichsministerien zu einer Geheimbesprechung. Ihr Thema: Die geplante Massenvernichtung von elf Millionen Juden.

Geladen hat Reinhard Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) und Vertreter von SS-Führer Heinrich Himmler. Ziel der Konferenz ist es, die Bürokratie in die von Adolf Hitler bereits beschlossene systematische Ermordung der Juden einzubinden und der SS eine führende Rolle zu sichern.

Der Völkermord an den europäischen Juden hat bereits im Juni 1941 unmittelbar nach dem Überfall auf die Sowjetunion mit Massakern im Baltikum, in Weißrussland und in der Ukraine begonnen. Die Judenpolitik sei nun in eine neue Phase getreten, betont Heydrich.

„Mit Genehmigung durch den Führer“ sollen die Juden „nun im Zuge der Endlösung ... im Osten in geeigneter Weise zum Arbeitseinsatz kommen“, wobei ein „Großteil durch natürliche Verminderung ausfallen wird“, heißt es im Protokoll. Der „verbleibende Restbestand“ müsse „entsprechend behandelt“ werden. Heydrich habe „Tod durch Arbeit“ und Massenvernichtung gemeint, wird Adolf Eichmann, Judenreferent im RSHA und Protokollführer, später sagen.

(dpa/bob)
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