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Lausitzer Geschichte

Ein Tierpark aus dem Nichts gebaut

Holz ist das Baumaterial, das die Aufbauhelfer Mai 1954 zur Genüge im Wald an der Spree finden. Vieles ist improvisiert, als der Tierpark nur wenige Tage später sein Tor für die Besucher öffnet. FOTO: Tierpark Cottbus

Cottbus. Der Cottbuser Tierpark feiert in diesem Jahr 65. Geburtstag. Grund genug, einmal auf die Anfänge 1954 zu schauen. Von Elefanten, Tigern und Tapiren war man da noch weit entfernt.

„Die Sonne meint es beinahe zu gut an diesem Maientag, Die herrliche Frische des Waldes, die uns empfängt, als wir von der Branitzer Chaussee nach rechts in einen holprigen Waldweg einbiegen, tut deshalb gut. Eichen, Buchen, Birken und Erlen bilden mit ihren Kronen ein dichtes grünes Blätterdach, das die Strahlen der Sonne nur wenig hindurchlässt.“ Geradezu lyrisch beginnt die Reportage, mit der die Lausitzer Rundschau im Mai 1954 von der Baustelle des künftigen Tierparks berichtet. Vieles ist noch improvisiert, Wege und Zäune noch nicht fertiggestellt. Trotzdem wird der Tierpark wenige Tage  später seine Tore öffnen, pünktlich zum Kindertag am 1. Juni.

„Ein wüster munitionsverseuchter Urwald mit vielen Bombentrichtern, die noch vom Luftangriff auf den Cottbuser Bahnhof herrührten.“ So erinnert sich Wolfgang Schenk an die Flächen an der Spree, die zum Grundstein des Tierparks werden sollen. Der Forster ist damals Lehrling im staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Peitz und packt mit anderen Beschäftigten der Forstwirtschaft für den Tierpark mit an. Später wechselt er und wird einer der ersten Tierpfleger in Cottbus.

Wie es im Cottbuser Tierpark vor 65 Jahren anfing FOTO: Tierpark Cottbus
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