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Lausitzer Geschichte

Ernst von Heynitz, ein Lausitzer Kolonialherr

Deutsche Soldaten stehen im Ersten Weltkrieg bei der Sprengung einer Eisenbahnlinie in der damaligen deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika in einer Wüstenlandschaft. FOTO: dpa

Cottbus/Windhoek. Vor 100 Jahren endete die kurze Geschichte der deutschen Kolonien. Einige Lausitzer schafften es dennoch, ihre Spuren in Übersee zu hinterlassen.

Als Ernst von Heynitz 1840 auf Gut Weicha bei Bautzen geboren wird, ist von deutschen Kolonien noch wenig zu sehen. Zwar ist der Wunsch nach Besitzungen in Übersee – wie sie Engländer und Franzosen längst haben – auch im deutschen Kaiserreich groß. Vorerst aber ist eine Realisierung nicht in Sicht.

Ernst von Heynitz  in der Uniform der deutschen Schutztruppe. Am Hut trägt er das Johanniterkreuz. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau

Ernst von Heynitz wird dennoch in einem Umfeld aufgewachsen sein, in dem das Phantasieren über neue deutsche Gebiete in Afrika, Asien oder Amerika dazu gehörte. Zumal familiäre Verbindungen in die Hamburger Kaufmannschaft bestehen. Dort hat sich bereits 1839 die Hamburger Kolonialgesellschaft gegründet, die versucht, Inseln bei Neuseeland zu erwerben und dort deutsche Auswanderer anzusiedeln. Ein Plan, der vorerst scheitert.

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