ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Lausitzer Geschichte

Aus der Historie der Rote Armee Fraktion

Die französische Zietung „Liberation“ druckte am 28. September 1977 das Bild des entführten Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer unter dem Logo der RAF. Schleyer war am 5. September entführt worden. Drei Politisten und der Fahrer seines Wagens starben bei der Geiselnahme. Am 19. Oktober 1977 wurde er im Kofferraum seines Autos im Elsass ermordet aufgefunden. FOTO: dpa / dpa/dpaweb

Drei Generationen der RAF sind als Brandstifter, Bankräuber und Mörder aktiv gewesen.

Die Rote Armee Fraktion (RAF) ist 1970 von Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Horst Mahler und Ulrike Meinhof gegründet worden. Sie verstand sich als antiimperialistische Stadtguerilla nach südamerikanischem Vorbild. Der Gruppe haben bis zu ihrer selbst erklärten Auflösung im Jahr 1998 nie mehr als 20 Personen gleichzeitig angehört.

Die RAF wird für 34 Morde an Führungskräften aus Politik und Wirtschaft, Fahrern und Leibwächtern, Polizisten, Zollbeamten und amerikanische Soldaten verantwortlich gemacht. Die Terroristen finanzierten ihr Leben in der Illegalität durch Banküberfälle. Sie verübten Sprengstoffattentate. Mit Entführungen versuchten sie, inhaftierte Mitglieder frei zu pressen.

RAF-MItglieder sind bereits in den 70er-Jahren mit falschen Pässen von der DDR-Grenzpolizei bei der Einreise nach Ostberlin aus dem Verkehr gezogen und von der Staatssicherheit vernommen worden. Sie wurden stets wieder auf freien Fuß gesetzt und ziehen gelassen. Die Stasi sorgte auch dafür, dass in Osteuropa inhaftierte RAF-Terroristen freigelassen wurden. Über Berlin-Schönefeld und Prag sind Mitglieder unter anderem nach Jordanien gereist, um sich in Plästinensercamps an der Waffe ausbilden zu lassen.

(kw)
top