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Die ersten Burgen der Lausitz entstanden in der Bronze- und frühen Eisenzeit zwischen 1300 und 500 vor Christus.  Die Menschen der sogenannten Lausitzer Kultur haben sie angelegt, als Wohn- und Wehrstätten. Reste einer solchen Anlage finden sich beispielsweise in der Nähe von Malitschkendorf (Elbe-Elster). Der Erdwall der Anlage ist bis heute erhalten, wenn auch von einem kleinen Wäldchen überwuchert. Die heute noch rund fünf Meter hohen Erdaufschüttungen geben einen guten Eindruck der Anlage, die zwischen 900 und 700 vor Christus errichtet wurde. Mit einem Umfang von etwa 400 Metern umspannte der Wall eine Fläche von rund 2,5 Hektar.

Die Burganlage Malitschkendorf. Hier in einer Rekonstruktionszeichnung, die Besucher heute am Ort der teils verwilderten Anlage finden. FOTO: LR / Bodo Baumert

Sicherheit bot die Anlage ihren Bewohnern vor allem, weil sie in sumpfigem Gebiet lag. Mehrere Lagen aus Baumstämmen bildeten das Fundament, auf dem sich der Wall und eine hölzerne Palisade erhoben. Ein Graben sorgte für zusätzlichen Schutz.

„Zwischen Sachsen-Anhalt und Großpolen sind etwa 150 eisenzeitliche Burgen bekannt“, berichtet Louis Nebelsick von der Universität Warschau. Bekannte Beispiele sind auch bei Senftenberg und Burg zu finden. Was zum Ende dieser frühen Burgen führte, ist nicht vollends geklärt. In einigen Anlagen fanden sich allerdings Pfeilspitzen der Skythen. Dieses Reitervolk drängte mit seiner innovativen Bogentechnik aus Südosteuropa in die Region und führte mit zum Ende der Lausitzer Kultur.

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