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„’84, unger Linde,

Winterohvend, Januar.

Ostberlin, die Muhr vun hinge,

Showdown enn ’ner Hotelbar.

Funktionäre, Diplomate, wäm vertraut mer un wäm nit?

En Handvoll nötzliche Idiote,

die dä Wald vüür lauter Bäum nit sieht.“

So hat Sänger Wolfgang Niedecken – damals wie heute Sänger und Gesicht der Band – die Ereignisse von vor 35 Jahren später in einem Lied zusammengefasst. Dem „Showdown“ in Ostberlin ging ein Fernsehauftritt Ende 1983 in Magdeburg voraus. In Probe-Interviews mit dem Moderator merkt Wolfgang Niedecken schnell, wie es um die Meinungsfreiheit im Osten des Landes steht. „Immer, wenn ich eine Antwort gegeben habe, kam die Frage nochmal andersherum, weil ich anscheinend nicht die richtige Antwort gegeben hatte, also nicht die, die in den Kram passte“, erinnert er sich im RUNDSCHAU-Interview. Russische SS20 als Friedensraketen, amerikanische Pershings als Kriegswaffen – „vor diesen Karren“ will sich BAP nicht spannen lassen. Im Fernsehen ist schließlich gar kein Wort der Gäste zu hören.

BAP reagiert mit den eigenen Mitteln. Mit „Deshalv spill mer he“ schreibt Wolfgang Niedecken ein eigenes Lied für die DDR-Tour.

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