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Lausitzer Geschichte

Mit Rosshaar auf den Weltmarkt

Hänsel-Echo von 1934 FOTO: Textilmuseum Forst / Bodo Baumert

Forst. Anfang des 20. Jahrhunderts ist die Stadt Forst ein Mekka für die Textilwirtschaft. Ein Unternehmen findet einen ganz besonderen Weltmarkt für sich – mit Rosshaar. Und ganz nebenbei entsteht der Vorläufer der modernen Modezeitschriften.

Im Archiv des Textilmuseums in Forst finden sie sich noch, alte Ausgaben des Hänsel-Echo. Wer darin heute blättert, wird hineingezogen in eine Welt der schicken Anzüge, der Schnittmuster und der Modezeichnungen, die ihresgleichen suchen.

Und dabei handelt es sich „nur“ um Werbung, allerdings um eine, die mindestens 80 Jahre alt ist. Bis 1939 hat das Unternehmen Hänsel & Co. aus Forst diese Zeitschrift vertrieben, in einer Auflage von rund 100 000 Stück. Verteilt wurden sie an Schneider in Deutschland und darüber hinaus. Denn die sollten aus dem, was da aus Forst an der Neiße kam, solche Mode herstellen, wie sie der Grafiker Harald Schwerdtfeger für das Unternehmen aufs Papier zauberte.

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