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Erich Schutt ist bis heute seiner Fotografie treu geblieben. FOTO: Uwe Hegewald

Die genauen Umstände der Ankunft waren aber streng vertraulich. Erich Schutt, damals Fotograf der LAUSITZER RUNDSCHAU, hatte allerdings gute Quellen. Von einem Bekannten der Reichsbahndirektion erhielt er den Tipp, dass die Kosmonauten im sowjetischen Fliegerhorst in Brand landen sollten. Die Cottbuser Eisenbahner waren für den Sondertriebwagen zuständig, der beide zum Empfang am Berliner Ostbahnhof bringen sollte. „In Brand wollte ich unbedingt fotografieren“, erinnert sich der Bildjournalist. „Gagarin und Tereschkowa, das waren doch Helden.“

Also machte sich Schutt auf den Weg. Vor Ort traf er – selbst Kind einer Vetschauer Eisenbahner-Familie – auf einen Bekannten von der Reichsbahn, der ihm Jacke und Mütze überließ. Schutt ergriff die Chance, tarnte sich als Eisenbahner und fuhr im Triebwagen mit auf den Fliegerhorst. Die Hand zum Eisenbahnergruß an der Mütze fuhr er mit bis an die Landebahn.

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