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Wannseekonferenz

Lausitzer als Planer des Massenmordes

Nachstellung der Wannsee-Konferenz durch das Historikerlabor zum Jubiläum 2012. Historiker Ingo Löppenberg verkörpert Erich Neumann.FOTO: Historikerlabor / Sören Marotz

Forst/Weißwasser. 15 Männer waren es, die im Januar 1942 in einer Villa am schönen Wannsee in Berlin zusammenkamen. 15 Männer mit einem Auftrag: Sie sollten Hitlers Wunsch von der Massenvernichtung der Juden in die Tat umsetzen. 15 Männer, die genau das taten – kalt, geplant, perfekt organisiert. Die Tötungsmaschinerie des Holocaust, sie wurde hier in Gang gesetzt. 15 Männer, zwei von ihnen waren Lausitzer.

Erich Neumann und Rudolf Erwin Lange – bis heute tun sich ihre Geburtsstädte Forst und Weißwasser schwer mit dieser Geschichte. Wer waren die beiden Männer?

Anlässlich des Jahrestages der Wannseekonferenz schlüpfen 2012 in Berlin 15 Historiker in die Rollen der Konferenzteilnehmer von damals. Den Part Erich Neumanns übernimmt Ingo Löppenberg. Der Historiker hat sich zuvor intensiv mit der Person Neumanns beschäftigt und kommt zu einem klaren Urteil: „Er war ein typischer Karrierebeamter der Weimarer Republik, aber ebensowenig Republikaner wie später Nationalsozialist“, so Löppenberg. Eine unbedeutende Figur war Neumann aber keineswegs. Als Beauftragter für den Vierjahresplan war er „die linke Hand Hermann Görings“ und damit eingeweiht in das, was am Wannsee geplant wurde.

Die Teilnehmer der Wannsee-Konferenz.FOTO: Haus der Wannseekonferenz
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