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Lausitzer Geschichte

Sachsens Glanz und Gloria

Ein Mitarbeiter des Ausgrabungsteam legt einen Fund frei. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau

Glaubitz. Das Zeithainer Lustlager ist ein oft thematisiertes Ereignis der preußisch-sächsischen Geschichte. Nun gibt es erstmals archäologische Belege.

Was war das Zeithainer Lustlager?

Der Titel führt leicht in die Irre. Tatsächlich handelt es sich bei dem Lustlager um eine Truppenschau, allerdings um eine der Superlative. Als „Spektakel des Jahrhunderts“ wird das Ereignis von 1730 zur damaligen Zeit gefeiert. Denn Gastgeber Sachsen hatte mehr im Sinn, als „nur“ seine neu ausgerüsteten und uniformierten Truppen vorzuführen. August der Starke wollte sein Sachsen vor den Augen des europäischen Adels pompös in Szene setzen.

Für das vierwöchige „Große Campement bei Mühlberg“ – wie das Lustlager auch genannt wird – ließ er deshalb extra ein Palais aus Holz und Zeltbahnen errichten.  Ein gigantisches Feuerwerk, ein Seemanöver auf der Elbe, ein Sieben-Meter-Stollen, Meißner Porzellan und mehr begeisterten die 48 geladenen europäischen Fürsten.

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