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Lausitzer Geschichte

Ziegel für die Wehrhaftigkeit der Stadt

Cottbus. Ein archäologischer Fund hat in Cottbus in den vergangenen Tagen für Aufsehen gesorgt. Ein mittelalterlicher Ziegelbrennofen erlaubt neue Einblicke in die Geschichte der Stadtbefestigung. Ob der Fund erhalten bleibt, ist ungewiss. Die RUNDSCHAU dokumentiert deshalb mithilfe der Experten und ordnet ihn in die Geschichte ein.

Dass Cottbus einst eine Stadtmauer hatte, kann man heute noch im Stadtbild sehen. Der Spremberger Turm, der  Münzturm und die Lindenpforte zeugen von der einstigen Wehrhaftigkeit der Stadt. Über Jahrzehnte haben die Mauern der Stadt ihre Existenz und ihren Einwohnern das Überleben gesichert. Erst im Dreißigjährigen Krieg gelang es Angreifern erstmals – dank neuer Waffentechnik – die Cottbuser Mauern zu überwinden.

Doch zunächst zurück zum Anfang. Die Cottbuser Stadtmauer wurde vermutlich im 13. Jahrhundert, spätestens Anfang des 14. Jahrhunderts aus Stein erbaut. Sie ersetzte damit frühere Schutzanlagen mit Graben, Wall und Palisadenwand. Durch die heutigen Grünanlagen und die noch erhaltenen Teile lässt sich der Mauerverlauf bis heute gut verfolgen.

Die damals errichtete Stadtmauer war rund 1900 Meter lang, etwa  fünf bis sechs Meter hoch und verfügte über 48 Türme. Für Angreifer stellte das ein beeindruckendes Bollwerk dar, wie etwa Zdenko von Sternberg 1461 feststellen muss. Obwohl die Belagerer ihre „große Büchse“ einsetzen – wie es in der Stadtchronik heißt –, gelingt es ihnen nicht, die Mauern zu überwinden.

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