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Diese Erfahrungen haben zuvor bereits die Hussiten machen müssen. 1429 belagern sie Cottbus, nachdem die Stadt zuvor anderen bedrohten Städten in der Region wie Görlitz und Löbau beigestanden hatte. Die Hussitenkriege, in denen sich die Anhänger des auf dem Scheiterhaufen verbrannten Reformators Jan Hus gegen die katholischen Könige Böhmens auflehnten, hinterließen in weiten Teilen der Lausitz verheerende Spuren. Städte, die sich den Angreifern nicht erfolgreich widersetzen konnten, erlebten grausame Zerstörungen, so etwa Guben, das den Angreifern 1429 in die Hände fiel und darauf noch zweimal (1432 und 1434) von den Hussiten geplündert wurde. Spremberg und das Kloster Neuzelle ereilte ein ähnliches Schicksal.

Der BrennofenFOTO: LR / Bodo Baumert

Städten, die sich auf ihre Befestigungen verlassen konnten – so etwa auch Luckau – blieb dieses Schicksal erspart. Am 20. Oktober standen die Truppen unter dem Kommando von Andreas Prokop vor den Toren der Cottbuser. Alle Sturm- und Belagerungsversuche scheiterten allerdings, sodass sie schließlich weiterzogen.

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