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Ausgerechnet der FCE-Spielmacher ist gesperrt (mit VIDEO)

Ohne Kühlschrank Gjasula ins hitzige Nervenspiel

Jürgen Gjasula ist der Dreh- und Angelpunkt im Spiel von Energie Cottbus. Dass der 33-Jährige nun ausgerechnet im entscheidenden Spiel in Braunschweig gesperrt zuschauen muss, ist äußerst schmerzhaft für den FCE. FOTO: Steffen Beyer

Cottbus. Die Sperre für Spielmacher Jürgen Gjasula tut Energie Cottbus sehr weh. Aber auch Braunschweig und Jena fehlen wichtige Spieler im Abstiegskampf-Finale. Wer kann die Ausfälle am besten kompensieren?

Es war sein erstes Foul im Spiel, allerdings ziemlich nah am Strafraum. Jürgen Gjasula war am Samstag in der umkämpften Partie gegen den VfR Aalen im vollen Tempo zum Ball gegangen und hatte dabei seinen Gegenspieler Antonios Papadopoulos mit beiden Beinen erwischt. Schiedsrichter Sören Storks hielt bereits die gelbe Karte in der Hand, als Gjasula noch auf dem Boden saß und enttäuscht den Kopf schüttelte – es war seine fünfte Verwarnung: Eine harte, aber korrekte Entscheidung, die Energie nun Sorgen bereitet. Ausgerechnet im entscheidenden Spiel am Samstag bei Eintracht Braunschweig (13.30 Uhr/RUNDSCHAU-Liveticker) ist der 33-Jährige gesperrt und muss zuschauen. Der Routinier bedauert: „Das ist natürlich schwer für mich. Ich hatte seit drei Spielen die vierte gelbe Karte und habe versucht, ohne durchzukommen. Nun hat es mich leider erwischt.“

Für Trainer Claus-Dieter Wollitz ist das ein harter Schlag. Er beschreibt: „Er ist ein Top-Spieler, ein Unterschiedsspieler. Ihn können wir gar nicht ersetzen.“ Wollitz gibt sich für die Trainingswoche die Aufgabe: „Wir müssen andere Lösungen finden.“ Darauf setzen auch Gjasulas Teamkollegen. José-Junior Matuwila erklärte: „,Gjasu‘ ist ein Spieler, der sehr viel für uns kreieren kann und das Spiel an sich reißt. Es ist ein Ausfall, der uns sehr wehtun kann. Wir müssen das bestmöglich kompensieren und werden dann trotzdem noch eine gute Elf auf den Platz bringen.“ Kevin Weidlich ist zuversichtlich: „Den Wert von Gjasula kennen wir. Aber es gibt genügend Spieler, die in die Bresche springen können. Wir werden auf jeden Fall alles raushauen, um in der Liga zu bleiben.“

Ende Januar war Gjasula zum FC Energie gekommen und hatte innerhalb weniger Tage die Führungsrolle auf dem Spielfeld übernommen. In 16 Spielen war er die kompletten 90 Minuten dabei, der FCE holte mit ihm 21 Punkte. Das ist ein Schnitt von 1,3 Punkten pro Spiel. Zum Vergleich: Ohne Gjasula verbuchte Energie in 21 Spielen 23 Zähler (1,1 pro Spiel).

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