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Energie Cottbus

Rangelov – die Zeitreise des Cottbuser Herzschrittmachers

Dimitar Rangelov wurde am Samstag nach seiner Auswechslung mit stehenden Ovationen bedacht. FOTO: Steffen Beyer

Cottbus. Dimitar Rangelov erlebte beim 3:0 von Energie Cottbus gegen Preußen Münster gleich zwei spezielle Momente. Mit seinem Führungstreffer war er der Herzschrittmacher für den FCE, danach ging er auf eine Zeitreise.

Als Dimitar Rangelov am Samstagnachmittag beim 3:0 Cottbuser 3:0 gegen Preußen Münster ausgewechselt wurde, wusste er gar nicht so richtig wohin mit diesen ganzen Glücksgefühlen. Der 36-Jährige stand mit ungläubigem Blick vor der Westtribüne des Stadions der Freundschaft, das Publikum hatte sich zu stehenden Ovationen erhoben. Der Angreifer saugte die Atmosphäre mit allen Poren auf, eine innige Umarmung mit Trainer Claus-Dieter Wollitz, dann flog auch noch Rangelovs Trikot ins Publikum.

Die meisten der Zuschauer auf der altehrwürdigen Westtribüne waren vermutlich auch vor zwölf Jahren dabei, als Rangelov seine ersten beiden Treffer für Energie feierte – nur die Liga war da noch eine andere. Gegen Eintracht Frankfurt schaffte Energie im September 2007 dank eines Rangelov-Doppelpacks ein 2:2 – es war das erste Spiel unter Trainer Bojan Prasnikar und der erste Schritt zum erfolgreichen Erstliga-Klassenerhalt. Längst vergangene Zeiten, doch am Samstagnachmittag fühlte sich das in Cottbus mal kurz wieder an wie einst in der 1. Bundesliga. Das Stadion bebte bei dieser kurzen Zeitreise und Rangelov klopfte sich immer wieder auf die Brust. Eine Geste die er später mit Worten bekräftigte: „Dieser Verein ist etwas Spezielles für mich. Jedes Tor, jede Vorlage, jeder Sieg sind unglaublich für mich. Energie liegt mir am Herzen, deswegen habe ich das gemacht.“

Am Samstag war Rangelov erneut der Herzschrittmacher für Energie – wie damals gegen Eintracht Frankfurt. Sein frühes Freistoßtor erweckte den FCE nach Wochen des Stillstands wieder zum Leben im Drittliga-Abstiegskampf. Torhüter Kevin Rauhut erklärte später in den ersten Reaktionen zum Heimsieg: „Wenn Mitko in der Position an den Ball geht, kann man sich meist schon umdrehen und jubeln. Im Training musste ich da auch schon ein- zweimal den Ball rausholen.“ Rangelov schoss den FCE zum ersten Mal seit elf Wochen wieder in Führung. Dass der Freistoß unhaltbar abgefälscht worden war, bezeichnete Rauhut als das „nötige Quäntchen Glück, das wir gebraucht haben“.

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