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Fussball

Ein Pressschlag für den Seelenfrieden

Im Testspiel gegen Prag gab Jonas Zickert (M.) jüngst sein Comeback. Im Mai 2016 hatte sich der Mittelfeldspieler das Kreuzband gerissen. FOTO: Steffen Beyer

Cottbus. Jonas Zickert galt bei Energie Cottbus als das größte Talent seines Jahrgangs. Doch ein Kreuzbandriss warf ihn weit zurück. Nun meldete sich der 21-Jährige zurück – mit einem eindrucksvollen Beweis dafür, dass sein Knie hält.

Dieser Pressschlag musste sein. Jonas Zickert ließ sich nicht beirren, als sein tschechischer Gegenspieler von Sparta Prag mit Tempo auf ihn zukam. Der Cottbuser zog durch, der Ball flog weg, der Gegner auch ein bisschen. Zickert indes schüttelte sich nur kurz und spielte unbeeindruckt weiter. Eine Szene für den Seelenfrieden des ehemaligen Schülers der Lausitzer Sportschule – und wohl auch für jene unter den Energie-Fans, die sich noch immer den Durchbruch des einstigen Talents wünschen.

Das Knie hält, Zickert ist zurück. Mit der RUNDSCHAU wollte der 21-Jährige nach seinem 45-minütigen Comeback beim 0:2 gegen den tschechischen Rekordmeister am Samstag zwar noch nicht sprechen, ließ aber auf der Internetseite des FC Energie verlauten: „Das war ein guter Härtetest gegen eine sehr gute Mannschaft und vor einem tollen Publikum im Stadion.“

Ein Kreuzbandriss am 8. Mai 2016 im Drittliga-Spiel bei Rot-Weiß Erfurt, der in jenen tragischen Cottbuser Abstiegstagen fast ein bisschen untergegangen war, hatte Zickert für zweieinhalb Jahre fast komplett außer Gefecht gesetzt. Zwar versuchte sich der Mittelfeldspieler immer mal wieder an einem Comeback, doch erst spielte die Muskulatur und dann das Knie nicht mit. Insgesamt kam er seither nur noch auf acht Regionalliga-Spiele und einen dreiminütigen Kurzeinsatz in dieser Saison im September im Heimspiel gegen Großaspach. Zickert musste kurz darauf aber erneut am Knie operiert werden, so richtig auf dem Zettel hatte man das Cottbuser Eigengewächs deshalb nicht mehr.

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